Verwaltungstools für MySQL im Test

Test der MySQL Tools PHPMyAdmin, MySQL-Administrator und Navicat durch das Magazins iX.

Für den kleinen MySQL-Abteilungsserver reicht zur Verwaltung der mitgelieferte Kommandozeilen-Client. Bei größeren Installationen darf es aber schon etwas mehr Komfort sein. Bislang ist die Auswahl auf drei plattformneutrale Tools beschränkt.

Am Anfang war MySQL eine kleine zarte Datenbank, die man leicht an einem Nachmittag installieren und zum Laufen bringen konnte. Außer dem automatischen Starten und Herunterfahren beim An- und Ausschalten des Rechners fielen kaum Verwaltungsaufgaben an.

Geblieben ist die flotte Installation, doch angesichts des zunehmenden Funktionsumfangs gilt der Kommandozeilen-Client mysql nicht mehr in allen Fällen als das bevorzugte Werkzeug. Beim Zuweisen von Rechten oder dem Ändern von Servervariablen kostet das Hantieren mit den nötigen SQL-Kommandos GRANT, REVOKE und SET wegen der Tipperei viel Zeit und Nerven.

Wer derlei Arbeiten häufig zu erledigen hat, könnte sich das Leben mit einem geeigneten interaktiven Werkzeug erleichtern. Davon gibt’s inzwischen einige, nicht nur aus dem Hause MySQL AB. Auswahlkriterium für die folgende Übersicht war die Plattformunabhängigkeit: Das Werkzeug soll mindestens für Unix/Linux und Windows, möglichst auch für Mac OS X vorhanden sein, sodass Administratoren sich nicht auf ein Betriebssystem festlegen müssen.

Erwarten kann man von Administrationswerkzeugen, dass sie Informationen über den aktuellen Zustand des Servers liefern: Anzahl der Verbindungen, Speicherverbrauch, Auslastung des Query-Cache und so weiter sollten sie anzeigen. Wo das sinnvoll ist, müssen sie es erlauben, die Leistung des Servers zu beeinflussen, etwa durch Änderungen von Parametern für den Schlüsselpuffer oder den Query-Cache. Aufgrund einer Besonderheit von MySQL überleben solche Änderungen jedoch einen Neustart des Servers nur, wenn das Administrationstool auf demselben Rechner läuft wie er. Denn zur Konfiguration dient eine Datei (etwa /etc/my.cnf), die der Server bei jedem Start liest. Für Änderungen muss deshalb das Tool selbst Schreibzugriff auf diese Datei haben. Sinnvollerweise sollten jedoch möglichst viele Serveroptionen mit Mitteln der Datenbank selber zu ändern sein, das heißt mit geeigneten SQL-Kommandos. Damit ließe sich eine saubere Trennung von Datenbank- und Systemverwaltung verwirklichen und das Arbeiten mit Administrationswerkzeugen übers Netz erlauben.

weiter lesen... http://www.heise.de/ix/artikel/2005/05/074/